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Highlights aus der Region

Was für eine Nacht: ExtraSchicht 2010 mit neuem Besucherrekord
Nachtschwärmer feiern das Sommerfest der Kulturhauptstadt

Mit der ExtraSchicht feierte die Kulturhauptstadt am 19.Juni überall im Ruhrgebiet ihr großes Sommerfest. Trotz des wechselhaften Wetters zog die zehnte Auflage der Nacht der Industriekultur mehr als 200.000 Nachtschwärmer an - ein neuer Rekord! Das ganze Revier ging wieder auf Entdeckungstour durch die Region. Die Besucher erkundeten die 50 Spielorte und ließen sich von den Inszenierungen begeistern. Und der Blick in die gut gefüllten Buchungslisten der Hotels zeigt, dass sich auch viele Gäste aus ganz Deutschland und dem Ausland dieses Ereignis nicht entgehen lassen wollten.
Ob am Wasser, auf Halden, im Fußballstadion oder unter Fördertürmen: Die Besucher erfreuten sich überall in der Metropole Ruhr an außergewöhnlichen Performances vor eindrucksvollen Kulissen. „Als einer der Höhepunkte im Kulturhauptstadtjahr hat die ExtraSchicht die Dynamik und Vitalität des Ruhrgebiets erlebbar gemacht", freut sich Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH (RTG). „Gerade die Inszenierungen vor den Monumenten der Industriekultur entfachen eine enorme Begeisterung weit über die Grenzen der Region hinaus. Auch unsere nationalen und internationalen Gäste waren beeindruckt."

RUHR.2010-Projekte in einer Nacht

Viele Besucher wollten die RUHR.2010-Projekte gerade in dieser Nacht erleben, und so verzeichneten etwa das Ruhr-Atoll auf dem Essener Baldeneysee, das brandneue Dortmunder U oder auch „grubenklang.reloaded" mit dem WDR-Rundfunkorchester in der Hattinger Henrichshütte besonders viel Zuspruch. Bottrop feierte hoch oben auf der Halde am Tetraeder einen zauberhaften und artistischen Abschluss seiner Local Hero-Woche vor einem bunt gemischten und wetterfesten Publikum. Im Dortmunder Stadion SIGNAL IDUNA PARK ernteten die Street-Artisten von „Urbanatix" wie schon bei ihrer Premiere vor einigen Wochen in Bochum begeisterten Applaus für ihre schier unglaubliche Bewegungskunst.
Als eine der insgesamt fünf Drehscheiben der diesjährigen ExtraSchicht zeigte sich der Nordsternpark in dieser Nacht von einer ganz poetischen Seite. Zwischen magisch anmutenden Feuerskulpturen der Gruppe „Carabosse" bewegten sich die Besucher über das Gelände rund um den Kohlenbunker, bevor beim großen Finale „Mécanique Vivante" aus Frankreich eine mystische Geschichte zu Sirenenklängen darbot - und so mancher Zuschauer beim Anblick eines mächtigen Viermasters auf dem Kanal seinen Augen kaum trauen wollte.

Lichtspiele und musikalische Akzente sorgten im Oberhausener Gasometer und im benachbarten Klettergarten für faszinierte Besucher, die durch die illuminierte Kletterlandschaft flanierten und sich mitten in ungewöhnlichen Klangräumen wiederfanden. Um den guten Ton ging es auch in der Bochumer Jahrhunderthalle, wo 16.000 Menschen beim Klavier-Marathon aufmerksam den meisterlichen Darbietungen junger Pianisten lauschten. Nebenan im Westpark tauchten die Gäste in eine märchenhafte Welt mit Lampenwesen und allerlei wunderlichen Objekten ein, mit denen das Theater Anu einen Jahrmarkt für Träumende geschaffen hatte. Nur ein paar Schritte weiter wurde es heiß und laut: Beim Bochumer Verein brachte ein fünf Tonnen schwerer Hammer glühenden Stahl in Form - und das Publikum zum Staunen. Viel Applaus spendeten die ExtraSchichtler auch beim Finale an der Zeche Lohberg in Dinslaken, wo das spanische Straßentheater „Artristas" die Legende von Pandora mit fahrenden Bühnen, riesigen Stierskeletten und steppenden Flamencotänzerinnen inszenierte.

Höhepunkte an allen Spielorten

Auch abseits der Drehscheiben herrschten Begeisterung und Andrang. „Alle Spielorte, ob groß oder klein, haben mit einem enormen Engagement und persönlichem Einsatz tolle Programme auf die Beine gestellt und die ExtraSchicht wirklich zu einer Nacht voller Höhepunkte gemacht", so Axel Biermann. Dazu haben auch die acht neuen Spielorte ihren Teil beigetragen, etwa der Zukunftsstandort Schalker Verein in Gelsenkirchen mit seiner Ausstellung „Starke Orte" hoch oben an den Wänden eines ehemaligen Erzbunkers. Das Bochumer Zeiss Planetarium konnte bei seiner ExtraSchicht-Premiere von Beginn an wahre Besuchermassen begrüßen und zauberte mit der Show „tempus.ruhr" Zeitraffer-Aufnahmen des Ruhrgebiets unter die Planetariumskuppel. Traditionell gut besucht präsentierte sich das Welterbe Zollverein in Essen, das in diesem Jahr als Portal der ExtraSchicht fungierte und mit „Sound Industries" Medienkunst vom Feinsten bot: Audiovisuelle Projektionen machten die Gebäude auf dem Gelände selbst zu Hauptdarstellern und verblüfften die Besucher mit ganz neuen Ansichten.

Zu Lande und zu Wasser durch die Nacht 

Verbindendes Element zwischen allen 50 Spielorten waren einmal mehr die eigens eingesetzten Shuttlebusse. Für die größte ExtraSchicht aller Zeiten hatten die Organisatoren 200 zusätzliche Busse auf 29 ES-Linien, dazu 15 Schiffe und 150 Leihräder aufgeboten. Und traditionell kam es durch den großen Andrang mitunter zu Wartezeiten an den Haltestellen. Die nutzten die ExtraSchichtler dann einfach zum gegenseitigen Austausch, und in manchen Linien wurde die Fahrt dank der wortakrobatischen Unterhaltung von Poetry Slamern zum ganz eigenen Kulturerlebnis.
Über die große Resonanz bei den Besuchern freut sich die RTG gemeinsam mit ihren Projektpartnern, dem Regionalverband Ruhr (RVR), dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der RUHR.2010 GmbH. Mit tatkräftiger Unterstützung der Premiumpartner RWE AG, RAG Montan Immobilien und der Privatbrauerei Moritz Fiege sowie der Medienpartner WDR, WAZ und Coolibri ist die zehnte Auflage der ExtraSchicht zu einem unvergesslichen Ereignis im Kulturhauptstadtjahr geworden. Schon jetzt geht der Blick nach vorn, denn auch wenn RUHR.2010 beendet ist, wird es die Nacht der Industriekultur natürlich weiterhin geben. Am 9. Juli 2011 heißt es dann erneut: Das ganze Revier geht auf ExtraSchicht.
Wer die nächtlichen Höhepunkte noch einmal Revue passieren lassen möchte, findet die Impressionen der ExtraSchicht 2010 unter www.extraschicht.de

Bildnachweis: RTG/Fotograf: Nielinger

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