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K ... O | P ... T | U ... Z |
A
Abdruckhöhe
Die effektive Höhe einer gedruckten Anzeige.
Abonnement
Regelmäßiger, bestellter und im voraus bezahlter Bezug einer Zeitung oder Zeitschrift.
Abonnementauflage
Die Gesamtzahl der Exemplare einer Zeitung oder Zeitschrift, die an feste, zahlende Einzelbezieher geliefert werden.
Abonnement-Zeitung, regionale
Tageszeitung, die in einem bestimmten Verbreitungsgebiet (in einer Region) gelesen wird, und zwar – im Unterschied zur Kauf- oder "Boulevard-Zeitung" – vorwiegend im Abonnement.
AG.MA
Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. Ein Zusammenschluss von Verlagen, Werbungtreibenden, Agenturen, Sendeanstalten und Verbänden mit dem Ziel, die Leistungen von Werbeträgern (Reichweiten, Zusammensetzung der Nutzerschaften) zu analysieren. Den Erfordernissen der überregionalen Medienplanung wird die AG.MA gerecht, für regionale Planungen kann die AG.MA nur eingeschränkt eingesetzt werden. Die jährlich von der AG.MA zu diesem Zweck durchgeführte Untersuchung gilt als eine der größten und gründlichsten Umfrageuntersuchungen in Europa; die MA ( Media Analyse) ist die wichtigste Datenquelle für die Mediaplanung. Ziel der zweimal jährlichen Ausweisung ist es, die Aktualität der Daten zu verbessern.
Akzeptanz
Der Grad, zu dem ein Angebot (eine Marke, eine werbliche Aussage, ein Preis, auch eine Zeitung) von seiner Zielgruppe angenommen wird.
Anlieferungstermin
Der Termin, bis zu dem für eine bestimmte Ausgabe einer Zeitung oder Zeitschrift die Beilagen angeliefert werden müssen.
Anschnitt
Bilder oder Linien, die über den eigentlichen Satzspiegel hinaus bis an den Papierrand laufen. Meist wird ein Aufschlag für angeschnittene Anzeigen berechnet, da sie die Druckkosten erhöhen. (Bei Tageszeitungen ist ein Anschnitt technisch nicht möglich.)
Antizyklische Werbung
Das Prinzip, gegen Konjunktur- und Marktentwicklungen (deren wiederkehrende Schwankungen werden Zyklen genannt) zu werben. Antizyklische Werbung setzt ihre Schwerpunkte dann, wenn Konjunktur oder Markt rückläufig sind. Der Begriff wird auch auf eine bestimmte Art saisonaler
Streuplanung angewandt: In diesem Fall macht sich antizyklische Werbung in allgemein werbeschwachen Zeiten (zum Beispiel im sogenannten Sommerloch) bemerkbar.
Anzeigen-Abschluss
Eine Vereinbarung zwischen Inserent und Zeitungs- oder Zeitschriftenverlag. Sie beinhaltet, dass der Auftraggeber im Laufe eines Jahres eine bestimme Anzahl von Anzeigen bzw. Anzeigenmillimetern abnehmen wird und dafür (Wiederholungs- oder Mengen-) Nachlässe eingeräumt bekommt. Vgl. Malstaffel und Mengenstaffel.
Anzeigen-Auftrag
Eine Vereinbarung zwischen Inserent und Zeitungs- oder Zeitschriftenverlag über die Veröffentlichung einer oder mehrerer Anzeigen. Dem Auftrag liegen die jeweils gültigen Geschäftsbedingungen des Verlages zugrunde.
Anzeigenblatt
Eine periodische Veröffentlichung, die kostenlos und unverlangt an die Haushalte einer Stadt/Gemeinde verteilt wird. Es enthält im wesentlichen Anzeigen und nur wenige redaktionelle Beiträge.
Anzeigenpreis
Der Preis, der nach der jeweils gültigen Preisliste einer Zeitung oder Zeitschrift für Anzeigen einer bestimmten Rubrik zu zahlen ist.
Anzeigenpreis-Berechnung
Der Preis einer Anzeige in einer Tageszeitung wird wie folgt berechnet: Anzahl der Spalten x Höhe der Anzeige in Millimetern x Millimeterpreis + Mehrwertsteuer. Ein Beispiel: Eine zweispaltige s/w-Anzeige mit 100 mm Höhe soll im Anzeigenteil einer Tageszeitung am Samstag erscheinen. Der Kunde schaltet direkt, also ohne Werbeagentur. Der mm-Direktpreis ( Direktpreis) beträgt am Samstag € 4,20 . Es ergibt sich folgende Rechnung: 2 (Spalten) x 100 (mm Höhe) x 4,20 (€) = 840 (€). Die Anzeige kostet also 840 € + 16% MwSt. = 974,40 €.
Anzeigen-Schlusstermin
Der Termin, bis zu dem Anzeigenaufträge für eine spezielle Ausgabe noch angenommen werden. Er ist für einen bestimmten Erscheinungstag nicht einheitlich, sondern richtet sich nach den Rubriken und technischen Voraussetzungen.
Anzeigenspalte
Jede Zeitungsseite ist senkrecht aufgeteilt in Spalten. Anzahl und Breite der Spalten können im Anzeigenteil und im redaktionellen Teil unterschiedlich sein. Bei Zeitungen ist die Normalspalte im Anzeigenteil fast ausnahmslos 45 mm breit. Die Spalte im redaktionellen Teil ist meistens breiter. Vgl. Textspalte und Millimeterpreis.
Anzeigenstrecke
Eine Insertion von vier, sechs oder acht hintereinander liegenden Anzeigenseiten.
Anzeigenteil
Der Teil einer Zeitung, der – im Unterschied zu den redaktionellen Seiten – vorwiegend der Veröffentlichung von Anzeigen vorbehalten ist. Anzeigenteil und redaktioneller Teil unterscheiden sich überdies durch Anzahl und Breite ihrer Spalten. Vgl. Anzeigenspalte.
Auflage, gedruckte
Stückzahl der von einer Zeitung oder Zeitschrift gedruckten Exemplare abzüglich der Makulatur.
Auflage, tatsächlich verbreitete
Summe aus verkaufter Auflage und Freistücken, jedoch ohne Rest-, Archiv- und Belegexemplaren.
Auflage, verkaufte
Die insgesamt verkaufte Auflage, also die Abonnentenexemplare plus Einzelverkauf plus Sonstiger Verkauf (wie z.B. an Luftverkehrsunternehmen verkaufte Exemplare).
Auflage, verteilte
Bei Anzeigenblättern die Auflage, die ohne Entgelt an die Haushalte verteilt wird.
Aufsichtsvorlage
Druckvorlage z. B. in Form eines Fotos oder Repros im Gegensatz zum Dia oder Film (= Durchsichtsvorlage). Vgl. Druckvorlage.
Ausfälle
Interviews, die in einer Stichprobe vorgesehen sind, aber nicht durchgeführt werden können, weil die Zielpersonen nicht angetroffen werden oder das Interview verweigern. Vgl. Ausschöpfung.
Ausschöpfung
Durch Ausfälle liegt die Zahl der tatsächlich durchgeführten Interviews meistens niedriger als geplant: Dadurch liegt die Ausschöpfung der Stichprobe unter 100 Prozent. Bei zu geringer Ausschöpfung kann die Repräsentanz der Stichprobe gefährdet sein. In der Medienforschung liegt die Ausschöpfung meistens bei 70 bis 85 Prozent.
Auswahlverfahren
Technik, nach der eine Stichprobe gezogen wird. Vgl. Quota-Stichprobe und Random-Stichprobe.
AWA
Allensbacher Werbeträger-Analyse, die vom Institut für Demoskopie, Allensbach, jährlich durchgeführt wird. Diese Markt-Media-Studie ist konsequent als Single-Source-Erhebung angelegt, d.h. alle Auskünfte werden von derselben Person gegeben: Angaben zur breiten Palette der Medien ebenso wie die Daten zum Konsum- und Freizeitverhalten.
B
Ballungsraum
Region mit hoher Bevölkerungsdichte. In den 13 Nielsen-Ballungsräumen (vgl. Nielsen-Gebiet) der Bundesrepublik (Hamburg, Bremen/Bremerhaven, Hannover, Rhein/Ruhr, Rhein/Main, Rhein/Neckar, Stuttgart, Nürnberg, München, Berlin, Leipzig/Halle, Chemnitz/Zwickau, Dresden) leben 41 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung auf nur 13 Prozent der Fläche. Auch Umsatz und Konsum vieler Warengruppen konzentrieren sich überdurchschnittlich stark in den Ballungsräumen.
Basis
Der Umfang einer Stichprobe = Zahl der in der Stichprobe durchgeführten Interviews.
BDZV
Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. Die Repräsentanz der Verleger deutscher Zeitungen.
Beachtungswert
Zeigt den prozentualen Anteil der Leser, die eine Anzeige in der Tageszeitung beachtet haben. Der Beachtungswert kann durch Copytests ermittelt werden.
Beihefter
In Zeitschriften eingeheftete Sonderblätter. Zum Beispiel eine mehrseitige, vorgedruckte Anzeige im Zeitschriftenformat.
Beilage
Der gesamten Auflage oder einem Teil der Auflage einer Zeitung können Werbe-Beilagen beigefügt werden, die ein bestimmtes Format und ein bestimmtes Gewicht nicht überschreiten dürfen. Sie werden nach Menge und Gewicht berechnet. Sie dürfen nicht zeitungsähnlich gestaltet sein und keine Fremdanzeigen enthalten.
Bekanntheitsgrad
Das Maß, in dem ein Name, eine Marke, ein Produkt oder ein sonstiger Sachverhalt dem Publikum bekannt ist. In der Marktforschung wird unterschieden zwischen: a) Ungestütztem Bekanntheitsgrad: Die befragte Person antwortet ohne jede Erinnerungshilfe z.B. auf die Frage, welche Marken eines Produktfeldes ihr bekannt sind. b) Gestütztem Bekanntheitsgrad: Der befragten Person werden z.B. Markennamen vorgelegt oder genannt – sie gibt an, ob ihr diese Namen bekannt sind oder nicht.
Beleg
Mit kompletten Zeitungen oder Anzeigenausschnitten weist der Verlag dem Inserenten auf Anforderung nach, dass der Anzeigenauftrag ausgeführt wurde.
Belichter
Rechnergesteuerte Lichtsetzmaschine, deren Ausgabe auf lichtempfindlichem Film oder (Foto-) Papier erfolgt = Materialisierung der digitalen Daten.
Berechnung des Anzeigenpreises
Vgl. Anzeigenpreis-Berechnung
Berliner Format
Neben dem Rheinischen Format und Nordischen Format eines der drei gebräuchlichsten Zeitungsseiten-Formate. Eine Seite ist ca. 470 mm hoch, 315 mm breit ( Satzspiegel 430 mm hoch, 278 mm breit).
Bias
Die Verzerrung eines Befragungsergebnisses durch einen systematischen oder zufälligen Fehler. Ein systematischer Fehler kann in der falschen Anlage der Stichprobe oder des Fragebogens begründet sein, ein zufälliger Fehler darin, dass ein Teil der Befragten während des Befragungszeitraums nicht vorhersehbaren äußeren Einflüssen unterliegt (Störvariablen).
Blattbreite
Anzeigen, die – unabhängig von ihrer Höhe – die gesamte Breite des Satzspiegels ausnutzen.
Blatthohe
Anzeigen, die – unabhängig von ihrer Breite (= Spaltenzahl) – die gesamte Höhe des Satzspiegels ausnutzen.
Brutto-Reichweite
a) Die Summe der Leser zweier oder mehrerer Zeitungen oder Zeitschriften – ohne Berücksichtigung der Tatsache, dass manche Leser durch beide (oder mehrere) Zeitungen oder Zeitschriften erreicht werden. Wenn z.B. 10.000 Leser die Zeitung A und 20.000 Leser die Zeitung B lesen, beträgt die Brutto-Reichweite 30.000 Leser – ungeachtet der Tatsache, dass 5.000 Leser ( Doppelleser) sowohl A als auch B lesen, die beiden Leserkreise also einander überschneiden. Vgl. auch Netto-Reichweite.
25.000 Leser lesen entweder
A oder B oder A und B
= Netto-Reichweite
· 30.000 Werbeträger-Kontakte
= Brutto-Reichweite
(vgl. Gross Rating Points)
Die Brutto-Reichweite ist identisch mit der Zahl der Werbeträgerkontakte. Am nebenstehenden
Beispiel: Ein Inserent, der seine Anzeigen sowohl in A als auch in B veröffentlicht, erzielt 30.000 Werbeträgerkontakte – davon bekommen 20.000 Leser einen Kontakt und 5.000 Leser zwei Kontakte.
b) Die Summe der Leser, die durch zwei oder mehrere aufeinander folgende Ausgaben einer Zeitung oder Zeitschrift erreicht werden – ohne Berücksichtigung der Tatsache, dass viele Leser beide (oder mehrere) Ausgaben lesen. Vgl. Überschneidung intern.
Buchdruck
Druckverfahren
Buntfarbe
Jede Druckfarbe außer Schwarz. Die Grundfarben sind Gelb (HKS 3), Rot (HKS 25) und Blau (HKS 47). Diese Farben können nebeneinander ( Schmuckfarben) und übereinander ( Mehrfarbendruck) gedruckt werden. Durch Übereinanderdruck wie auch durch Aufrasterung ( Raster) lassen sich verschiedene Farbtönungen erzielen. Die Schmuckfarben werden überwiegend nach dem HKS-Fächer angegeben.
C
Chiffre-Anzeige (Kennzifferanzeige)
Eine Anzeige, die den Auftraggeber nicht nennt, sondern mit einer Chiffre-Nummer gekennzeichnet wird. Angebote oder Nachfragen von Interessenten werden unter dieser Nummer an die Zeitung gesandt, diese leitet sie an den Auftraggeber weiter. Den Auftraggebern von Chiffre- Anzeigen wird eine Chiffre-Gebühr berechnet.
Cicero
Maßeinheit im typographischen Punktsystem: Ein Cicero entspricht 12 Punkt, das ist eine häufig benutzte Schriftgröße für die erste Zeile bei Fließsatz- anzeigen. Der Großbuchstabe ist 4,5 mm hoch.
Cluster-Analyse
Ein statistisch-mathematisches Verfahren, mit dem eine große Anzahl von Personen mit ähnlichen Merkmalen zu möglichst homogenen Gruppen "geklumpt" (engl. cluster) wird. Vgl. Typologie.
Copytest
Eine Befragung von Lesern, durch die ermittelt wird, wie viele Personen welche Bestandteile (auch Anzeigen) in einer bestimmten Ausgabe bemerkt, zu lesen begonnen oder zu Ende gelesen haben. Dem befragten Leser wird dabei ein Test-Exemplar (engl. Copy) vorgelegt.
Couponanzeige
Kuponanzeige
Datenfernübertragung (DFÜ)
Die Übermittlung digitaler Daten z.B. von Druckunter- lagen über ein herkömmliches Telefonnetz oder ISDN.
D
Datenformat
Unterschieden werden nichtgenerische (= neutrale) und generische Datenformate. Neutrale Formate sind aus dem jeweiligen Layout-Programm in EPS (eingekapseltes PostScript) umgerechnete Daten, die vom Empfänger nicht mehr verändert werden können. Generische Daten entstehen in Layout-Programmen (z.B. Quark XPress, Corel Draw, Freehand etc.). Sie können im Verlag noch verändert werden, wobei – z.B. bei unterschiedlichen Programmversionen – auch Fehler auftreten können. Schriften, Logos oder andere Anzeigenelemente sind bisweilen nicht erkennbar. Generische Daten werden nur in Ausnahmefällen und nach Absprache angenommen.
Datenträger, elektronischer
CDs, Disketten, optische Speicher oder Wechsel-Magnetplatten. Die geläufigste Form sind CDs und Disketten.
Demographie
Die Lehre von der Bevölkerung. Im engeren Sinn die Bevölkerungsstatistik. Demographische Merkmale beschreiben (im Unterschied z.B. zu psychologischen) die Bevölkerung oder eine Bevölkerungsgruppe nach sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten – zum Beispiel nachGeschlecht, Alter, Familienstand, Einkommen, Haushaltsgröße.
Digitale Druckunterlage
Druckunterlagen oder komplette Anzeigen, die elektronisch auf Datenträgern oder per Datenfernübertragung angeliefert werden.
Direktpreis
Anzeigen- und Beilagenaufträge von Kunden, die direkt, also ohne eine Werbeagentur, beim Verlag schalten, werden zum Direktpreis berechnet. Bei Auftragserteilung über Werbungsmittler erfolgt die Annahme der Berechnung zum jeweiligen Grundpreis. Der Direktpreis wurde bei vielen Tageszeitungen anstelle des Ortspreises eingeführt.
Direktwerbung
Werbung, die sich ohne Werbeträger direkt an den Kunden wendet, zum Beispiel Werbebriefe, Handzettel, Kataloge. Die Verteilung erfolgt per Postversand oder durch Verteilerorganisationen.
Disproportionale Stichprobe
Eine Stichprobe, die von den tatsächlich gegebenen Proportionen in der Gesamtbevölkerung bewusst abweicht. Bevorzugt zu erreichende Personengruppen sind stärker, weniger wichtige Gruppen schwächer in der Stichprobe vertreten. Wichtig bei kleinen Stichproben ( Subsamples), die damit in den für Werbungtreibende interessanteren Bevölkerungsgruppen noch eine ausreichende Basis für Untergruppierungen zustande kommen.
Doppelleser
Leser einer Zeitung oder Zeitschrift, die zusätzlich eine andere Zeitung oder Zeitschrift lesen. Vgl. Überschneidung und Netto-Reichweite.
Druckverfahren
Zu den wichtigsten Druckverfahren zählen:
a) der Hochdruck (auch Buchdruck genannt): Die druckenden Teile liegen auf einer erhöhten Ebene, nehmen die Farbe an und geben diese auf das Papier ab. Die nichtdruckenden Teile liegen tiefer, werden nicht eingefärbt und drucken nicht mit.
b) der Tiefdruck: Die druckenden Teile liegen tiefer als die nichtdruckenden. Wird nur als Rotationsdruckverfahren eingesetzt.
c) der Flachdruck: Druckende und nichtdruckende Flächen befinden sich nahezu auf einer Ebene. Das Drucken wird ermöglicht durch das gegenseitige Abstoßen von Fett und Wasser. Die druckenden Teile sind so präpariert, dass sie Wasser abstoßen (hydrophob) und die fettige Druckfarbe annehmen, während die nichtdruckenden Stellen wasserfreudig (hydrophil) sind und Farbe abstoßen. Alle Verfahren, die nach diesem Prinzip arbeiten, gehören zu den Flachdruckverfahren: der Steindruck, der Kleinoffsetdruck und der Offsetdruck. d) der Offsetdruck: Dies ist ein indirektes Flachdruckverfahren, bei dem vom Druckträger über ein Gummituch auf das Papier gedruckt wird.
Druckvorlage
So heißen alle Originaldokumente, die in den technischen Prozess der Anzeigenherstellung eingegeben werden und Grundlage für die Herstellung der Druckformen sind. Ideal zur Wiedergabe von Texten und Bildern sind Aufsichtsvorlagen im Verhältnis 1:1.
Druckzunahme
Typisch für den Offsetdruck. Bedingt durch den indirekten Druck (vgl. Druckverfahren Offsetdruck) wird das Druckergebnis schwärzer als die Druckform, dieses wird bei Rasterungen deutlich sichtbar. Diese Druckzunahme ist abhängig von der Rasterweite, der Maschine und dem Papier. Beim Rollenoffset-Zeitungsdruck beträgt sie ca. 20–25% im Mittelton. Bei der Druckformherstellung ist diese Druckzunahme zu berücksichtigen, die zeichnende Tiefe darf bei Rasteraufnahmen nur 75% betragen. Bei Farbanzeigen ist auf die Tonwertzunahme zu achten:
Kontrollfeld Farbe 40%-Feld Buntfarben 28% ± 4%, 40%-Feld Schwarzfarben 30% ± 4%.
E
Eckfeld-Anzeige
Anzeige, die im redaktionellen Teil einer Zeitung im Eck einer Seite steht – meistens unten – und mit zwei Seiten an redaktionellen Text angrenzt. Für diese Platzierung muss bei manchen Zeitungen ein Preisaufschlag gezahlt werden.
Einzelverkauf
Lieferung und Verkauf einer Zeitung über den Zeitungshandel (Kiosk, Straßenverkauf).
Elfasol
Ein elektronisches Verfahren zur filmlosen Offsetplatten-Herstellung. Als Vorlage wird die Papiermontage oder eine Aufsichtsvorlage verwendet.
EPS-Datei
EPS-Dateien (eingekapseltes PostScript) enthalten alle Bestandteile der Anzeige ohne Schriften und Belichterspezifikationen und können für weitere digitale Bearbeitungsformen (z.B. elektronischer Ganzseitenumbruch) benutzt werden.
Erfolgskontrolle
Bestimmte Wirkungs-Kategorien werblicher Maßnahmen lassen sich kontrollieren: a) durch Vorher-Nachher-Messungen: Vor Einsatz einer Anzeigenkampagne werden in einer Bevölkerungsstichprobe der Bekanntheitsgrad eines Anbieters oder Detailkenntnisse und Meinungen zu seinem Angebot gemessen. Die Messung wird während der Laufzeit bzw. nach Abschluss der Kampagne wiederholt. Aus der Differenz der Ergebnisse lassen sich Schlüsse auf die Wirkung der Anzeigen ziehen. Nach Möglichkeit sind die werblichen Einflussfaktoren während der Laufzeit einer Kampagne von anderen äußeren Veränderungen (z. B. aktuellen Ereignissen, die die Einstellung des Publikums verändern) zu isolieren, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. b) durch Coupons: Die Rücklaufquote (Verhältnis von verbreiteter Auflage zu zurückgesandten Coupons) gibt Aufschluss über die "Zugkraft" eines Angebotes. Durch Variationen der Anzeigengestaltung und der Auswahl verschiedener Medien lassen sich
Hinweise auf die Wirkung unterschiedlicher Motive und Werbeträger gewinnen. Vgl. Kuponanzeige.
Erscheinungsintervall
Der Zeitraum zwischen dem Erscheinen zweier Ausgaben einer Zeitung oder Zeitschrift.
Erscheinungsweise
Die zeitliche Aufeinanderfolge zweier Ausgaben einer Zeitung oder Zeitschrift. Tageszeitungen haben eine tägliche Erscheinungsweise.
Europa-Skala
Eine genormte Farbskala (Cyan, Magenta, Gelb) für den Vierfarbdruck. Im Gegensatz zur DIN-Skala sind die Farben der Europa-Skala (nach HKS die Nummern Gelb 3, Rot 25, Blau 47).
Evaluierung
Bewertung: Mit Media-Evaluierungs-Programmen lassen sich die Leistungen vorgegebener Streupläne bewerten. Dabei können Präferenzen des Media-Planers (z.B. bevorzugt zu erreichende Personengruppen, Kontaktverteilung) berücksichtigt werden.
Exklusivleser
Leser, die nur eine Publikation innerhalb einer bestimmten Kategorie lesen – zum Beispiel nur eine Tageszeitung am Ort. Unterschied: Doppelleser.
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